Geldmarktfonds
Geldmarktfonds sind Investmentfonds, wo bis zu 100 Prozent des Fondsvermögens in kurzfristige Anlageformen (Geldmarkttitel) investiert wird. Bei den infrage kommenden Kapitalanlagen handelt es sich zum Beispiel um Wertpapiere (variabel verzinslich oder festverzinslich) mit einer Restlaufzeit von maximal zwölf Monaten, Festgelder, Termingelder, Schuldscheindarlehen, Bankeinlagen oder unverzinsliche Schatzanweisungen.
Arten von Geldmarktfonds
Es gibt reine Geldmarktfonds wo bis zu 100% des Sondervermögens in vorübergehende Guthaben mit geringer Laufzeit bei Banken oder/und in Geldmarkttitel angelegt werden. Daneben gibt es die geldmarktnahen Fonds, wo bis zu 49% des Sondervermögens in Geldmarkttitel und 51% in festverzinsliche Wertpapiere mit geringen Restlaufzeiten angelegt werden. Und dann gibt es noch die so genannten Cash-Fonds, wobei mindestens 75% des Sondervermögens in Guthaben bei Banken angelegt werden.
In Deutschland sind reine Geldmarktfonds seit 1994 zugelassen (Zweites Finanzmarktförderungsgesetz). Davor gab es schon seit 1990 geldmarktnahe Fonds.
Prinzipiell bergen Geldmarktfonds das geringste Risiko, da die Kapitalrückzahlung vorhersehbar ist und großartige, kurzfristige Änderungen bei den Zinsen, die Schwankungen der Kurse mit sich bringen würden, in der Regel nicht auftreten. Diese Tatsache bezieht sich aber nur auf Geldmarktfonds, die in Geldmarkttitel mit einer hohen Bonität und in Euro als Währung investieren. Bei Geldmarktfonds, die das Kapital in andere Währungen anlegen, gibt es ein Währungsrisiko, das zu nicht unerheblichen Verlusten des angelegten Geldes führen kann.
Mit Geldmarktfonds soll bei einem möglichst geringen Risiko die höchstmögliche Rendite erzielt werden. Aus diesem Grund sind Geldmarktfonds vor allem für konservative Anleger ein probates Mittel zur Kapitalanlage.
Vorteile der Geldmarktfonds
Im Vergleich zum einfachen Sparbuch ist die Verzinsung deutlich attraktiver. Der Investor kann dabei täglich über sein Geld verfügen, da er die Anteile an jedem Börsentag ohne Renditeabschlag veräußern kann. Geldmarktfonds sind darüber hinaus hervorragende Zwischeninvestments für größere Geldbeträge, die erst zu einem späteren Zeitpunkt der eigentlich geplanten Investition zugeführt werden sollen. Bei Geldmarktfonds werden in der Regel keine Ausgabeaufschläge erhoben. Die Konditionen bei einem Investment in Geldmarktfonds sind oft günstiger als zum Beispiel für Termingelder.