Hedge Fonds | Hedgefonds
Hedgefonds sind genau betrachtet Anlagefonds, die allerdings im Unterschied zu den Investmentfonds wenigen - beziehungsweise keinen - Einschränkungen durch den Gesetzgeber unterliegen. Dabei nutzen Hedge-Fonds im Gegensatz zu Aktienfonds oder Rentenfonds das ganze Spektrum, das der Markt bietet. Dabei steht die Erwirtschaftung konstant positiver Erträge im Mittelpunkt – unabhängig von den Entwicklungen am Aktienmarkt. – Dabei wird dann teilweise auch auf fallende Kurse spekuliert.
Die Investments in
Hedge-Fonds sind nicht auf den Aktienmarkt alleine ausgerichtet, sondern können auch in andere Märkte wie den Gütermarkt oder den Rohstoffmarkt eingebracht werden. Dadurch erreichen Hedge-Fonds ein deutlich höheres Maß an Unabhängigkeit und Flexibilität gegenüber klassischen Anlageformen.
Die Renditeaussichten für Hedge-Fonds fangen bei 6% jährlich an und erreichen teilweise auch 20% und deutlich mehr. Entsprechend der hohen Renditen ist auch das Risiko bei einer Investition in Hedge-Fonds hoch. Hedge-Fonds gelten in diesem Zusammenhang als höchst spekulative Anlage. Kapitalanleger müssen also auch mit Verlusten – bis hin zum Totalverlust des angelegten Geldes – rechnen.
Da Hedge-Fonds von den klassischen Kapitalmärkten unabhängig sind, eignen sie sich grundsätzlich für jeden Anleger. Innerhalb eines Portfolios können sie sich mildernd auf das Risiko von Aktienfonds auswirken.
Die Kapitaleinlagen in Hedge-Fonds werden meist vertraglich gebunden, wobei die Bindung auf wenige Monate oder auch einige Jahre festgelegt sein kann.
In Deutschland sind Hedge-Fonds erst seit 2004 zugelassen und auch nicht in vollem Umfang. Man spricht in diesem Zusammenhang von Hedge-Fonds Light. Dabei handelt es sich um Investmentfonds, die nach deutschem Gesetz zugelassen sind. Beim Hedge-Fonds Light versucht der Fondmanager ebenfalls die Erwirtschaftung einer absoluten Rendite. – Eventuelle Marktbewegungen sollen dabei keine Rolle spielen und die gesetzlichen Anlagevorschriften strikt eingehalten werden. – Damit diese Aufgabe bewältigt werden kann, kommt das so genannte Market Timing zum Tragen: Der Fondmanager muss sich für den passenden Moment entscheiden, um zum Bespiel Aktien in Anleihen umzulagern oder zur richtigen Zeit Aktienbestände über Derivate abzusichern.