Was ist ein Fonds?
Fonds - oder auch Investmentfonds genannt - sind von der Begriffsbedeutung aus dem Französischen her nichts anderes als Kapital. Fondsinitiatoren - Kreditinstitute oder Investmentgesellschaften - legen einen Fonds auf und bieten damit Anlegern die Möglichkeit Geld durch den Erwerb von Wertpapieranteilen anzulegen. Im Vordergrund steht dabei für die Investoren die Kapitalvermehrung also die Erzielung einer möglichst hohen Rendite.
Man unterscheidet je nach Organisation und Dauer nach so genannten offenen Fonds und geschlossene Fonds (Closed-End-Funds):
Offene Fonds
Bei den offenen Fonds werden von der Kapitalanlagegesellschaft je nach Bedarf laufend neue Fondsanteile ausgegeben. Es besteht dementsprechend kein Limit für die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile. Offene Fonds werden aufgelegt, um aus den kleineren Kapitaleinlagen vieler Anleger ein größeres Kapitalvermögen zu bilden, das dann von der Fondsgesellschaft zum Beispiel in Aktien, Rentenpapiere, Unternehmensanleihen oder Immobilen investiert wird. Durch die unterschiedlichen Investitionen entsteht das so genannte Fondsvermögen, woran jeder Kapitalanleger durch den Kauf von Fondsanteilen zum Miteigentümer wird. Der Kapitalanleger wird in diesem Zusammenhang auch als Fondsgesellschafter bezeichnet. Die Kapitalgesellschaft muss die Fondanteile verpflichtend zu jedem Zeitpunkt – in der Regel an jedem Börsentag - zurücknehmen. Beim Handel mit den Fondsanteilen muss man zwischen Ausgabekurs und Rücknahmekurs unterscheiden, die beide täglich neu festgelegt werden. Der Ausgabekurs ist meist höher als der Rücknahmekurs, weil bei der Ausgabe der Anteile der so genannte Ausgabeaufschlag (Agio) mitbezahlt werden muss.
Geschlossene Fonds
Im Gegensatz zu den offenen Fonds ist die Anzahl der Anteile bei den geschlossenen Fonds von vornherein limitiert. Es wird nur eine festgelegte Anzahl an Fondanteilen ausgegeben, die auch nur im Platzierungszeitraum gezeichnet werden können. Die Geldmittel aus geschlossenen Fonds werden in ein vorher genau definiertes Vorhaben investiert. Anders als bei den offenen Fonds werden die Anteile an geschlossenen Fonds in der Regel nicht vom Fondsinitiator zurückgenommen und es findet auch kein täglicher Handel an der Börse statt. - Ein Verkauf der Anteile ist nur an einigen, wenigen Zweitmärkten und auch nur unter erschwerten Bedingungen (u. a. muss der Fondsinitiator seine Einwilligung geben) möglich.